Er ist schnell, frech,
ein Akrobat der Mimik und sagenhaft wandlungsfähig. Die Figuren
in Martin Großmanns Kabarett "Mettwurst" will man gleichfalls
umarmen, trösten, anbrüllen oder einfach nur in die Fresse schlagen.
Die Kritik überschlägt sich derzeit. Denn nach Bruno Jonas,
Ottfried Fischer und Sigi Zimmerschied hat Niederbayern wieder
einen Kabarettisten, der gleichzeitig provoziert, verführt und
begeistert.
Geboren ist Großmann im tiefsten Ruhrpott. Aufgewachsen aber
in Niederbayern. Und genau dieser Umstand war auch Gegenstand
des Kabarettprogrammes "Mettwurst". Zwei Kulturen, zwei Sprachen,
zwei unterschiedliche Ansichten über Politik, Ackerbau und Viehzucht,
aber doch der gleiche Kampf, um Existenz und Sinn.
,,Das alles könnte an jedem Ort
in Deutschland spielen, gewinnt aber gerade aus dem Dumpfbajuwarischen,
das Großmann in allen Spielarten nahezu mörderisch drauf hat,
seine bedrohliche und urkomische Brisanz. Subtil das Ganze und
nicht mit dem Bollerwagen ins Haus gekracht, aber mit der denkbar
brutalsten Mimik und Gestik gewürzt.." (Eichstätter Kurier)
Die 80 Gäste amüsierten sich (wie bereits im Vorjahr)
wieder allerbestens mit dem Passauer Vollblut-Kabarettisten.